Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Karlsruhe

Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) thematisiert Arbeitszeit für Lehrkräfte

Pressemitteilungen

Alexander Zollmann referiert über das "Hamburger Modell"

Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) thematisiert Arbeitszeit für Lehrkräfte

Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) der SPD wählt neuen Vorstand

Am 29.Juli 2015 hatte die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) der Karlsruher SPD im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung zum Thema „Lehrerarbeitszeit“ eingeladen. Aufgrund einer sich mehr und mehr zu verändernden Schullandschaft, die sich vom traditionellen Schulbetrieb zur Gemeinschaftsschule bzw. Ganztagesschule entwickelt und zusätzliche Herausforderungen für Lehrkräften durch Inklusion, Heterogenität u.v.m. nach sich zieht, stellte sich die Arbeitsgemeinschaft die Frage, ob das derzeitige Arbeitszeitmodell der Lehrkräfte in Baden-Württemberg noch zeitgemäß ist.  Zu diesem Thema hatte die neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gabriele Stork, Lehrerin an einer beruflichen Schule und Mitglied im Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft, Herrn Alexander Zollmann eingeladen, der über das in Hamburg eingeführte Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte berichtete.

Das Modell verfolgte das Ziel des effektiven Einsatzes von Lehrkräften durch die Einführung von Faktoren. So wurde jede Unterrichtstunde mit einem Faktor belegt, der damit begründet wurde, dass z.B. der Aufwand eines Deutschlehrers höher sei als der eines Sportlehrers und  Gymnasiallehrer einen höheren Faktor als Grundschullehrer erhielten. Dies hatte zur Folge, dass Lehrkräfte, die Fächer mit einem geringeren Faktor unterrichten, mehr Stunden als zuvor unterrichteten mussten.  Problematisch stellte sich ebenfalls die gemeinsame Arbeit von Lehrkräften im  fächerübergreifenden Unterricht dar, da jeder Lehrer aufgrund seines Faches einen anderen Faktor hatte. Dieses Modell kam aber nicht nur bei den Lehrkräften negativ an, auch die Eltern waren davon nicht begeistert, da dadurch Klassenfahrten und sonstige gemeinsame Aktivitäten mit Schülern wie z.B. Theater AG, Chor u.v.m. minimiert wurden, da es hierfür nur einen geringen Faktor gab.  Die nachfolgende Diskussion des Abends ging der Frage einer gerechten Lehrerarbeitszeit nach. Dabei kam man zu dem Entschluss, dass ein neues Modell nicht grundsätzlich negative Auswirkungen haben muss. Viel wichtiger sei das Ziel das mit der Einführung eines Modells verknüpft ist.  

Ebenfalls wurde in der Mitgliederversammlung der neue Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende wurde die bisherige Stellvertreterin Gabriele Stork, die an dieser Stelle Niklas Horstmann folgt. Selina Fucker,  angehende Studentin im Bereich Sozialwissenschaften, wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neu in den Vorstand wurden Guido Bechtold und Cristian Grapatin als Beisitzer gewählt.  

Aufgrund der hohen Bedeutung der Bildungspolitik im bevorstehenden Landtagswahlkampf ist die Arbeitsgemeinschaft bereits Teil der Wahlkampfkommission  und darin mit Gabriele Stork und Selina Fucker vertreten. Die AfB sieht ihre Aufgabe in einer gerechten Bildungspolitik in der alle Menschen die gleichen Chancen haben, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund. Gabriele Stork sieht ihre Arbeit neben der Unterstützung der Landtagswahl u.a. auch in der Ausweitung des Ganztagesangebotes von den Unter – 3-Jährigen bis zum Ende der Sekundarstufe I, einer guten Unterrichtsversorgung sowie einer intensiven Fortbildung und nachfolgenden Unterstützung der Lehrkräfte bei der Umsetzung der Inklusion.  

 
 

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