Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Karlsruhe

Wie sieht die Schulstadt Karlsruhe 2020 aus?

Veranstaltungen

SPD diskutiert mit Bürgern im World-Café über Bildung und Betreuung

Welche Schule soll mein Kind besuchen? Hat es in der Ganztags-Grundschule noch Zeit für Freizeitaktivitäten? Welche Chancen und Herausforderungen sind mit der Gemeinschaftsschule verbunden? Welche Schulen wird es 2020 in Karlsruhe geben? Diesen Fragen stellten sich die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl in einer Veranstaltung am Donnerstag zur „Schulstadt Karlsruhe“.

„Die Nachfrage nach ganztägiger Betreuung in den Karlsruher Grundschulen ist stark gestiegen“, erläutert die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger mit Blick auf den Ausbau von Ganztagsschulen. Baitinger schilderte die lokale Bildungs- und Betreuungssituation und wagte einen Ausblick bis ins Jahr 2020: „Langfristig soll an allen Grundschulen in Karlsruhe ein Ganztagsangebot ermöglicht werden.“ Den Kommunen fällt dabei ein zunehmende Rolle zu. Sie kümmern sich um die Räumlichkeiten, die Verpflegung in der Mittagspause und die notwendige Infrastruktur. In der Diskussion wurde eine gute Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern angemahnt. Alle Ganztagsschulen werden laut Baitinger auch ein Betreuungsangebot in Ferienzeiten anbieten.

Mit der Verankerung von Ganztags-Grundschule und Gemeinschaftsschule im Schulgesetz hat die Umsetzung von zwei großen bildungspolitischen Reformen in Karlsruhe bereits an Fahrt aufgenommen: Zum Schuljahr 2014/15 werden nahezu ein Viertel der Grundschulen Ganztagsklassen anbieten und mit der Anne-Frank-Schule in Oberreut geht die dritte Gemeinschaftsschule an den Start.

Im sogenannten World-Café wurden dialogorientiert Chancen und Herausforderungen der sich aus Sicht der Teilnehmer fundamental verändernden Karlsruher Schullandschaft diskutiert. Die Diskussion reichte von Betreuungszeiten und der Zukunft der Schülerhorte über die Bedeutung der Schulsozialarbeit bis zur Rolle von Gemeinschaftsschulen in der regionalen Schulentwicklung. Dabei kristallisierten sich zwei Forderungen heraus: „Die Eltern wünschen sich bei Veränderungen in der Schullandschaft im Vorfeld mehr von den Entscheidungsträgern angehört zu werden. Außerdem mahnen sie an, bei der Einrichtung neuer Schulformen die Infrastruktur vor Ort zu berücksichtigen, statt Standardlösungen mit der Schablone zu schaffen. Ein neues Forum für den Erfahrungsaustausch zwischen Schulen, Eltern und Stadtverwaltung kann dafür ein erster Schritt sein. Das ist gelebte Bürgerbeteiligung“, fasst der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD, Niklas Horstmann, den Auftrag an die nächste SPD-Gemeinderatsfraktion zusammen.

Stadträtin Yvette Melchien ergänzt: „Aufgabe des Gemeinderats wird es sein, vor Ort eine auf die jeweiligen Rahmenbedingungen abgestimmte Schulsituation  zu schaffen. Sie muss den Kindern und ihren Familien in ihrem Stadtteil entgegenkommen, Bildungsgerechtigkeit schaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf optimal unterstützen.“

 
 

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